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Weitere Rahmenbedingungen

Die Konversion der Kaserne Babenhausen ist eingebunden in verschiedene formelle und informelle Planungsebenen. Der Regionalplan 2011 weist die Stadt Babenhausen als Unterzentrum aus. Demnach ist die Stadt Babenhausen Standort für Einrichtungen der überörtlichen Grundversorgung, die den täglichen Bedarf abdecken. Die Aufstufung zum Mittelzentrum ist beantragt.

Der Regionalplan weist den Bereich der historischen Kaserne sowie die ehemalige Housing-Area als "Siedlungsbereich - Bestand" aus. Im Entwurf des neuen Regionalplans, der dem zuständigen Ministerium zur Genehmigung vorliegt, ist dieser Bereich entsprechend als "Vorranggebiet Siedlung - Bestand" dargestellt. Der technische (Hallen-)Bereich und der Sonderlandeplatz - bisher "Landschaftsnutzung- und pflege" werden nun als "Vorranggebiet Industrie und Gewerbe - Planung" ausgewiesen. Die Ausweisung "Sonderfläche Bund" entfällt.

Der Flächennutzungsplan wird an den neuen Regionalplans angepasst.

Das Kaserneareal ist Teil des Fördergebiets im Programm "Stadtumbau in Hessen". Dies bedeutet insbesondere, dass über das Stadtumbaumanagement Beratungs- und Koordinationsleistungen für den Konversionsprozess erbracht werden können, zudem ist es in entsprechende Netzwerke des Landes Hessen eingebunden. Das Stadtumbaumanagement wird von der NH|ProjektStadt als Marke der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft übernommen.

Die Zielvorgaben des im Jahre 2009 im Rahmen des Förderprogramms fertiggestellten und mit der Entwicklung der Gesamtstadt abgestimmten Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) stellen das Kasernengelände als eigenständigen Stadtteil mit eigenem Zentrum dar. Das Konzept hält die grundsätzliche Gliederung des Kasernegeländes in drei Funktionsbereiche aufrecht und bettet die Kaserne strukturell in die benachbarten Stadtgebiete ein.

Baurechtlich stellt das Kasernenareal nach Einschätzung des Kreisbauamtes Darmstadt-Dieburg in Gänze einen Außenbereich gemäß § 35 BauGB dar. Eine Nachnutzung für zivile Zwecke setzt daher eine entsprechende Bauleitplanung voraus. Die Stadt Babenhausen wird für ein mit ihr abgestimmtes Entwicklungskonzept die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Abweichungen vom Rahmenplan sind dabei in Abstimmung mit der Stadt denkbar.

Beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt ist derzeit eine Südumgehung der B26 in Planung (vordringlicher Bedarf des Bundes). Die neue Trasse wird voraussichtlich südlich des bebauten Kaserneareals zwischen dem Technik-/Gewerbebereich und dem Sonderlandeplatz parallel zu diesem verlaufen und östlich der Kaserne wieder auf die alte Straßentrasse treffen. Derzeit wird im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie die Trassenführung geprüft.